Wort-Tüftel & Literatur

An heißen Tagen grillt das Gehirn. Wenn einem die alte Jugendschublade dann Beschäftigung hinwirft, kann das Gehirn nicht anders als nicken. Ich spiele also Wort-Tüftel. Schnell wird klar, dass das Reisespiel eigentlich ein Literaturapparat ist. Die Buchstabenwürfel geben die Vorlage für zufällige Wortreihungen, die sich lautlich ähneln.
Mein erster Versuch schreibt mir Doppel-i und ö vor, aus denen ich einen festen Wortkorpus bilde. Mit dem entstehenden Gedicht begründe ich – wie mir später klar wird – die WTSL (Wort-Tüftel-Suggest-Lyrik):

Als HIRTE führ ich mein TIER mit der TRÖTE
Die Sonne HEIZT HITZE HIER,
(blöde RÖTE sinkt nich in die RITZE, verdammt, dabei is schon 9)
Habe ZEIT und warte auf den
HERZ-HIT,
nen ZITTERnden REIZ,
dessen TERZ mich springen lässt.
EI, ne schöne ZIER ZIEHT Berge,
Mein HERZTIER ZEIHT gar nichts,
Ich HETZ es an:
kein Bock auf nen RITT,
will die TRÖTE nich HÖRn: HI, was? tschuldige.

Wort-Tüftelei