Alte Esoterik & Heimwerkerking

Dieser Beitrag ist so alt, dass er selbst, als er geschrieben wurde, mit den Worten „vor einiger Zeit“ beginnen musste. Damals noch für den esoterischen Litblog tueblog vorgesehen und dementsprechend verfasst, stößt er einem heute durch seine willkürlichen Bezüge und wurschtelige Schreibweise nur noch unangenehm auf. Besonders der 9/11-Vergleich ist lächerlich und abgesehen von einer leichten strukturellen Ähnlichkeit völlig unpassend und verletzend. Und selbst noch im Falschen werden Fehler begangen, wenn anstatt konsequent von Firefighters zu sprechen, das staubige „Feuerwehrmänner“ herhalten muss. Unversehens denkt man an kontrollierte Mahlsdorfer Osterfeuer, schweift gelangweilt zu Grisu und seiner Fernsehkindheit, um dann bereits mürrisch nach dem Anlass dieser Bezüge zu fragen. Eine Antwort bekommt man indes nicht.
Der wohl im 2. Absatz angedachte prophetische Ton ist – hier einmal kohärent – auch daneben gegangen. Beim sperrigen „Plan zur Reparatur“ muss man unwillkürlich auflachen, als wäre ein Eiskunstläufer nach der verpatzten Kür noch mit dem Schlußaxel in die Bande gesprungen.
Wenn der Text jetzt trotzdem veröffentlicht wird, dann aus dem einfachen Grund, um dem RSS-Feed eine neue (1) zu melden und die Hits ins Zweistellige zu treiben. Fail:

Vor einiger Zeit hat mich mein eigener Kleiderschrank verwundet. Erst brach ein Brett mit Hosen ein und fiel auf meine T-Shirts. Dann, als ich die Klamotten herausnehmen wollte, fiel von oben ein weiteres Regal herunter und riss mir den rechten Oberarm auf. Als die Feuerwehrmänner begannen die Menschen aus dem ersten Turm zu evakuieren, raste ein weiteres Flugzeug in den zweiten Turm.

Ich habe kurz geschrien und dann einen Plan zur Reparatur erarbeitet. Mit dem Material vom Dachboden und meinem Heimwerkergeschick zimmerte ich einen Holzbalken zur Stabilisierung. Der Schrank wird nicht mehr brechen, mein Arm wird heilen und aus blauen Flecken wird sich Stahlhaut bilden.


2 Antworten auf „Alte Esoterik & Heimwerkerking“


  1. 1 gf (élektricien) 15. Mai 2009 um 14:57 Uhr

    Hast du hiermit zweistelleige Hits bekommen? Ist das angenehmer, als Hits vom Kleiderschrank einzustecken? Verzeih. Ich fühle mit dir. Immerhin dürften deine Schortenser Lehrjahre dich auf unwillige Schränke vorbereitet haben.

    Ach und: Da deine Blogveröffentlichungen ja explizit an meine eigenen gekoppelt sind wie die Regelsätze an die Rentenentwicklung, seh ich mich immer häufiger gezwungen, irgendwelche beliebigen Texte in mein Blog zu stellen. So ein Stress! Aber es ist die Mühe wert, wenn du weiterhin so adrette Schreibtischfotos präsentierst.

  2. 2 LePar 19. Mai 2009 um 11:53 Uhr

    Um im Bild zu bleiben: Ist die esoterische Unschärfe deines aufgerissenen Oberarms jetzt Jugendschutzüberlegungen, technischer Unfähigkeit oder doch pseudo-künstlerischem (quasi esoterischem) Möchtegerntum geschuldet? Weil wenn du auf den albernen 9/11-Bezug verzichtet hättest, wäre das ein schöner Kontrast zum Text gewesen.

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